Regeln für die Lagerung von chinesischem Tee

Tee ist ein hochempfindliches Naturprodukt, dessen chemische Stabilität und geschmackliche Qualität maßgeblich von den äußeren Lagerbedingungen abhängen. Die getrockneten Blätter enthalten flüchtige ätherische Öle, Enzyme und Polyphenole, die bei unsachgemäßer Handhabung sehr schnell degradieren.
Um das vielschichtige Geschmacksprofil und die gesundheitsfördernden Substanzen über einen längeren Zeitraum zu bewahren, müssen bei der Aufbewahrung strikte Regeln befolgt werden. Ein falscher Lagerplatz führt unweigerlich dazu, dass das Getränk flach, muffig oder bitter schmeckt und seine vitalisierende Wirkung verliert.
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Wie wird Tee am besten aufbewahrt?
Die wichtigste Grundregel für die fachgerechte Aufbewahrung von Tee ist der konsequente Schutz vor den fünf elementaren Verderbsfaktoren des Blattgutes: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Licht, Wärme und Fremdaromen. Sobald die Teeblätter mit Sauerstoff in Kontakt kommen, beginnt ein fortschreitender Oxidationsprozess. Dieser ist besonders bei grünen Teesorten und hellen Oolongs verheerend, da die frischen, grasigen Noten innerhalb weniger Wochen zerstört werden.
Feuchtigkeit stellt die größte unmittelbare Gefahr dar. Da Teeblätter hygroskopisch sind, entziehen sie der Umgebungsluft aktiv Wasser. Dies führt nicht nur zu einem Verlust der Textur, sondern bietet den idealen Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien, was das Produkt gesundheitsgefährdend macht.
Wo wird Tee optimal aufbewahrt?
Der optimale Ort für die Platzierung Ihrer Teevorräte sollte kühl, trocken und absolut geruchsneutral sein. In den meisten Haushalten ist die Küche der denkbar schlechteste Ort für die Lagerung. Die dort herrschenden Bedingungen mit hoher Luftfeuchtigkeit durch Wasserdampf, Hitzeentwicklung beim Kochen und vielfältigen Essensgerüchen sind für Tee schädlich.
Besonders die Nähe zum Herd, zur Spülmaschine oder zum Wasserkocher sollte vermieden werden, da hier die Temperaturen und die Feuchtigkeit ständig fluktuieren. Ein dunkler Vorratsschrank in einem unbeheizten Flur oder ein spezielles Teeregal in einem kühlen Zimmer bieten deutlich stabilere Bedingungen. Temperaturen zwischen 15 und 19 Grad Celsius gelten als ideal für die meisten Sorten.
Ebenso kritisch ist die Geruchsabsorption. Da Tee Fremdaromen wie ein Schwamm aufsaugt, darf er niemals in unmittelbarer Nähe zu Kaffee, Gewürzen oder Reinigungsmitteln stehen. Selbst in fest verschlossenen Dosen können intensive Gerüche langfristig durch die Dichtungen dringen und das empfindliche Profil des Tees dauerhaft verfälschen.
In welchen Gefäßen sollte Tee gelagert werden?
Für die langfristige Konservierung eignen sich ausschließlich lichtundurchlässige und luftdicht verschließbare Behältnisse. Hochwertige Metalldosen, vorzugsweise mit einem inneren Doppeldeckel, bieten den besten Schutz. Auch Gefäße aus hochwertiger Keramik oder Porzellan mit einer Gummidichtung sind hervorragend geeignet.
Absolut abzuraten ist von der Aufbewahrung in Glasgefäßen, selbst wenn diese in einem dunklen Schrank stehen. UV-Strahlen und diffuses Licht zerstören die im Tee enthaltenen Vitamine und Chlorophylle. Kunststoffbehälter sind ebenfalls problematisch, da sie oft Weichmacher enthalten oder Eigengerüche an das Blattgut abgeben können.
Beim Umfüllen sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Die Gefäße müssen absolut sauber und geruchsneutral sein.
- Es dürfen keine Reste von Spülmitteln im Behälter verbleiben.
- Jede Teesorte benötigt ein eigenes, dediziertes Gefäß.
- Die Dose sollte der Menge des Tees angepasst sein, um den Luftraum klein zu halten.
Aromaschutzbeutel mit einem hochwertigen Zipper-Verschluss stellen eine moderne und sehr effektive Alternative dar, da man hier die überschüssige Luft vor dem Verschließen herauspressen kann.
Wie lange ist Tee haltbar und kann er schlecht werden?
Tee weist eine langfristige Haltbarkeit auf, sofern die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, sondern gibt lediglich den Zeitraum an, in dem der Hersteller die volle Aromafrische garantiert.
Schwarzer Tee und stark fermentierte Oolongs sind besonders robust und können oft über zwei bis drei Jahre ohne signifikante Einbußen getrunken werden. Grüne Tees hingegen haben eine kurze Halbwertszeit von etwa sechs bis neun Monaten, bevor sie merklich altern. Einzig bei Feuchtigkeitsschäden, die sich durch Verklumpen oder unangenehmen Geruch äußern, muss der Tee sofort entsorgt werden.
Interessanterweise profitieren bestimmte Sorten von einer gezielten Lagerung. Weißer Tee und Pu-Erh entwickeln durch eine mikroskopisch langsame Fermentation über die Jahre ein tieferes Aroma. In China werden solche gereiften Tees als Lao Cha bezeichnet und erzielen aufgrund ihres Reifegrades oft höhere Preise als frische Ernten.
Fazit
Die Qualität eines Tees wird nicht nur auf der Plantage, sondern auch im heimischen Schrank entschieden. Durch die Wahl des richtigen Gefäßes und eines kühlen Lagerortes stellen Sie sicher, dass jede Tasse das volle Spektrum an Aromen und gesundheitsfördernden Substanzen bietet. Hochwertige Teearten finden Sie im Laden für chinesischen Tee „Arteamony“. Regelmäßiger Teekonsum unterstützt die Gesundheit und das allgemeine Befinden.



